IslamJudentum

Tod Israel 3.0

SS-kaliert langsam

Bisherige Teile der „Tod Israel“-Serie: „Tod Israel“, „Tod Israel 2.0“ und „Tod Israel 2.1 feat. Jürgen Todenhöfer“

Eigentlich Tod Israel 1.1

Der ursprünglichen Logik zufolge müsste dieser Beitrag den Namen „Tod Israel 1.1“ tragen, dadurch würde die Versionierung jedoch derart kompliziert, dass ich mich dazu entschieden habe, eine neue Versionsnummer zu nutzen. In diesem Teil möchte ich mich mit der neuen Eskalationsstufe des Nahost-Konflikts beschäftigen und aufzeigen, dass weder die Verlegung der US-Botschaft nach Jerusalem noch die aktuellen Handlungen der Israelis die Schuld an der Zuspitzung tragen, sondern einzig die radikal-islamische Hamas und die moderat radikal-islamische Fatah.

Geschichtsrevision fällt heute aus

Ich möchte bewusst darauf verzichten, die Geschichte aufzuarbeiten, verwehre mich allerdings auch nicht dagegen, Israels strategische Fehler anzuerkennen (Golanhöhen etc.) – häufig jedoch drehen sich Debatten dann in einer Schwurbelspirale abwärts und ich möchte im Nachhinein nicht darüber urteilen, ob die Briten zu Recht oder zu Unrecht die Herrschaft über dieses Gebiet hatten – außerdem bin ich mir auch nicht sicher, dass es niemals zuvor einen Palästinenserstaat gab, nur weil er der (westlichen) Weltgemeinde nicht bekannt war. Darüber hinaus weiß ich auch nicht, warum die Juden einst aus diesem Gebiet vertrieben worden sind und ob dem wirklich so war, da ich wenig Vertrauen in 2000 Jahre alte Märchenbücher habe. Ich nehme also die Situation wie sie grundsätzlich im Jahre 1948 entstanden ist und im Großen und Ganzen bis heute Bestand hat als Status Quo. Im Vergleich zu anderen Beiträgen werde ich versuchen, die Schuld nicht auf „den Muslimen“ abzuwälzen, sondern versuchen, aufzuzeigen, dass viele Palästinenser ein gestörtes Selbstbild haben und dadurch zum Ziel von Manipulationen von Terrororganisationen werden.

Die Illusion der 2-Staaten-Lösung

Seid dem Ende der Besatzung des Gaza-Streifens durch die erste Intifada und der damit verbundenen Gründung der palästinensischen Autonomiegebiete geht es mit den Palästinensern kontinuierlich bergab. Diese „Befreiung“ durch „islamische Weisungen“ war meiner Meinung nach der Anfang vom Ende einer 2-Staaten-Lösung. Die radikal-islamischen Anführer, welche die Intifada anzettelten, nutzten ihre Reputation, um sich bei den 1. Wahlen im Autonomiegebiet die Regierungsmacht zu sichern – die Geschichte vieler failed States beginnt ähnlich – Palästina ist auf dem Weg, ein Gottesstaat zu werden mit Scharia und allem „Drum und Dran“ eines islamischen Staates. Erfolgsgeschichten sehen anders aus. Mutmaßlich getrieben vom Befehl Allahs und der vorherigen Erfolgsgeschichte, starteten die Palästinenser Ende September 2000 den nächsten Versuch, Israel von der Landkarte zu tilgen – knapp 5000 Leichen später wurde die zweite Intifada seitens Israel beendet, die Palästinenser legten die Waffen ebenfalls temporär nieder, betonten jedoch, sich nicht an den Friedensvertrag gebunden zu fühlen. Um Missverständnisse zu vermeiden: In 100% der Fälle wurde die 2-Staaten-Lösung von den Palästinensern abgelehnt, obwohl die Zugeständnisse seitens Israel von Angebot zu Angebot großzügiger wurden.

Die UNO und die Opferrolle

Das Hilfswerk der vereinten Nationen resp. die UNRWA befeuert seit jeher die palästinensische Opferrolle und schürt gleichzeitig den Antisemitismus unter jungen Palästinensern. In Zusammenarbeit mit der Hamas werden z.B. Schulbücher veröffentlicht, in denen der Staat Israel nicht existiert. Ich möchte an dieser Stelle gar nicht in Abrede stellen, dass etliche Palästinenser durch Israel vertrieben wurden, jedoch gehört zur Wahrheit auch, dass etliche jüdische Palästinenser durch Muslime vertrieben wurden – klar, Krieg ist sicherlich für beide Seiten keine schöne Angelegenheit. Alle Nachbarländer (außer Jordanien) verweigern den (staatenlosen) Palästinensern über Generationen die Einbürgerung. Zur Kultivierung des Opferstatus tragen dementsprechend sowohl die Staaten bei, die die geflüchteten Palästinenser aufnehmen, als auch die UNO, die den Palästinensern einen vererbbaren Flüchtlingsstatus (mit Rückkehrrecht) zusichert, selbst, wenn die Person bereits in der zweiten oder dritten Generation in einem anderen Land lebt. Jeder nicht vollkommen realitätsferne Mensch wird bei näherer Überlegung zu dem Schluss kommen, dass es vollkommen unmöglich ist, dass plötzlich 6.000.000 Menschen nach Gaza umsiedeln. Ich wage zu behaupten, dass die meisten Palästinenser auch gar kein Interesse daran haben, in einen radikal-islamischen Gottesstaat ohne Infrastruktur, dafür aber mit Scharia, zurückzukehren.

Größtmögliches Leid = größtmöglicher Erfolg

Die Führer der palästinensischen Hamas und Fatah unternehmen alles in ihrer Macht stehende, um möglichst viele dramatische Bilder zu generieren, die sie für ihre Kriegspropaganda nutzen können. Im Internet kursieren Videos, auf denen zu sehen ist, wie kleine Kinder wahlweise mit Bombengürteln oder palästinensischen Flaggen auf israelische Soldaten gehetzt werden – in der Hoffnung, dass die Soldaten abdrücken. Tote Kinder sind seit jeher die effizienteste Kriegspropaganda, außerdem wird mit solchem Bildmaterial die Opferrolle in den westlichen Medien gefestigt. Die Hamas weisen auch regelmäßig Hilfsgüter und Medikamente aus Israel zurück, denn von den Juden nimmt man nichts entgegen – die gehören aus der Sicht der Hamas übrigens auch allesamt vernichtet, denn einen Staat „Israel“ darf es aus Sicht radikaler Muslime einfach nicht geben – selbst liberale Menschen aus dem muslimischen Kulturkreis können sich nur schwerlich mit einem „Judenstaat“ anfreunden. Auf mich wirkt die Strategie der Palästinenserführung relativ simpel – je mehr palästinensische Leichen, desto größer der Erfolg der Schlacht.

Meine Bitte an jeden Leser

Wenn also demnächst wieder dramatische Bilder um die Welt gehen, sollte dabei folgender Gedanke im Hinterkopf bleiben: Israel ist ein westlicher Staat, der trotz der Tatsache, dass er von aggressiven Feinden umzingelt ist, unsere Werte, nämlich Wissenschaft, Aufklärung und Säkularismus, hochhält – und das in einem Land mit gerade mal der doppelten Fläche des Saarlands. Aus Israel kommen prozentual mehr Nobelpreisträger als aus jedem anderen Land der Welt, die Israelis sind modern und progressiv. Zusätzlich ist Israel die einzig wirkliche Demokratie in diesem Gebiet und hat in jedem Fall unsere volle Solidarität verdient. Natürlich macht auch Israel Fehler, so wie jedes andere Land dieser Welt, ich möchte nur darum bitten, bei der Beurteilung von Ereignissen an der Grenze Israels die „regionalen Besonderheiten“ zu berücksichtigen. Ich z.B. stehe voll hinter Donald Trump, wenn es darum geht, das Abkommen mit dem Iran zu kündigen, denn der Iran hat (nicht nur ein Mal) mit der Vernichtung Israels gedroht und sollte demnach von keinem westlichen Land irgendeine wirtschaftliche Unterstützung erhalten – die Palästinenser entsprechend auch nicht, denn die haben komischerweise immer Geld für Bomben, Raketen und Kalashnikovs, angeblich jedoch nie für Straßen-, Brunnen- oder Schulbau. Jede Verteidigung der israelischen Grenze ist gleichzeitig auch eine Verteidigung der westlichen Werte. Die westliche Welt muss nach vorn blicken, Wissenschaft, Gesellschaft und Zusammenhalt stärken, denn eine Gesellschaft, die ihren Erfolg auf einem möglichst hohen Leichenberg der eigenen Zivilbevölkerung begründet, sollte von uns so gesehen werden, wie sie es verdient hat – mit Abscheu.

Bildquellen

  • We stand with Israel: Christian Dreschel
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Christian Dreschel

Liberal-Konservativer Geist, Islamkritiker, Religionskritiker, Israel-Versteher, Hobby-Autor, Ideologiefeind, Technokrat, Nerd, Apple-Fanboy, Microsoft-Junkie, Demokratie-Liebhaber, Kind europäischer Eltern und stolzer Bewohner der Bundesrepublik Deutschland

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